Montenegro hat seit Dienstag neue Kraftstoffpreise eingeführt: Diesel ist um drei Cent teurer geworden und kostet nun 1,90 Euro pro Liter, während die Benzinpreise unverändert geblieben sind.
Die Entscheidung traf das dortige Ministerium für Energie und Bergbau; die neue Preisliste gilt bis zum 21. September. Eurosuper 98 kostet weiterhin 1,76 Euro, Eurosuper 95 1,72 Euro pro Liter. Auch Heizöl ist teurer geworden, um vier Cent auf 1,98 Euro pro Liter — Diesel ist damit der einzige Kraftstoff für Pkw, der in dieser Runde teurer wurde.
Preise in der Region im Vergleich
Auch Kroatien hat kürzlich die Preise angepasst: Benzin verteuerte sich um sechs Cent auf 1,73 Euro pro Liter, Diesel um denselben Betrag auf 1,85 Euro. Der subventionierte Diesel für die Landwirtschaft liegt bei 1,40 Euro pro Liter, Flüssiggas für Tanks bei 1,38 Euro, Flaschengas bei 1,95 Euro pro Kilogramm. In Serbien gab es bislang keine Änderungen — Normalbenzin BMB95 bleibt bei 1,75 Euro (205 Dinar), Eurodiesel bei 1,99 Euro (234 Dinar).
Die unterschiedliche Preisentwicklung in Montenegro, Kroatien und Serbien spiegelt vor allem die aktuelle Lage auf dem Weltölmarkt wider, die sich mit unterschiedlicher Verzögerung auf die Tankstellenpreise in der Region überträgt. Während Montenegro und Kroatien ihre Preislisten nach oben korrigiert haben, hat Serbien die bestehenden Preise vorerst beibehalten.
Was hinter der Verteuerung steckt
Die Verteuerung von Diesel in Montenegro ist eine Folge steigender Einkaufspreise für Rohöl auf dem internationalen Markt, worauf das Ministerium für Energie und Bergbau mit einer neuen Preisentscheidung bis zum 21. September reagierte. Teurerer Diesel wirkt sich in der Regel auch auf Transport- und Logistikkosten aus, was in der Folge die Preise für ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen erhöhen kann. Der unveränderte Benzinpreis bringt Fahrern von Benzinfahrzeugen vorerst zumindest eine gewisse Planbarkeit.
Laut Ankündigungen des zuständigen Ministeriums sind in Montenegro nach dem 21. September weitere Preiskorrekturen zu erwarten, abhängig von der weiteren Entwicklung auf dem Weltölmarkt.
