Tankstellen in der Föderation Bosnien und Herzegowina sind verpflichtet, das Föderale Handelsministerium über Preis- und Margenänderungen mittels OPC- und OPM-Formularen zu informieren. Alles erfolgt in Übereinstimmung mit den geltenden Anweisungen zu Verfahren, Inhalt und Fristen der Übermittlung von Daten über Preisänderungen bei Mineralölprodukten, berichtet klix.ba.
Preisänderung nur einmal in 24 Stunden möglich
Gemäß den vorgeschriebenen Richtlinien können die Kraftstoffpreise an Verkaufsstellen in BiH einmal innerhalb von 24 Stunden geändert werden. Die neuen Preise treten am nächsten Tag, genauer gesagt ab 00:01 Uhr, in Kraft.
Tankstellenbesitzer sind verpflichtet, die Mitteilung über Änderungen der Einzelhandelspreise und Margen spätestens am Tag des Inkrafttretens der neuen Preise einzureichen. Während das Föderale Handelsministerium diese Daten erfasst und überwacht, wird die unmittelbare Aufsicht über die Anwendung dieser Vorschriften von den zuständigen Marktaufsichtsbehörden durchgeführt.
Aktuelle Preise in der Föderation BiH
Auf Basis der bearbeiteten Anträge und der Anzahl der eingegangenen Formulare beträgt der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Mineralölprodukte in der Föderation BiH am 3. März 2026:
- Bleifreies Superbenzin 95 (BMB 95) – 2,33 KM pro Liter
- Diesel (BAS EN 590 – 10 ppm) – 2,38 KM pro Liter
Die Daten des Ministeriums zeigen, dass im Zeitraum vom 28. Februar bis 3. März 2026 insgesamt 438 Anträge auf Preisänderungen (OPC- und OPM-Formulare) erfasst wurden, was auf sehr dynamische Veränderungen in der Praxis in den letzten Tagen hindeutet.
Wird Kraftstoff weiter teurer?
Obwohl die aktuellen Durchschnittspreise relativ stabil sind, rufen Analysten zur Vorsicht auf. Sie betonen, dass eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zu einem Anstieg der Rohölpreise auf dem Weltmarkt führen könnte, was sich unweigerlich auch auf die heimischen Einzelhandelspreise auswirken würde.
Derzeit gibt es weder in der Föderation BiH noch in der Republika Srpska Ankündigungen eines plötzlichen Preisanstiegs, die Lage wird jedoch täglich beobachtet, angesichts der hohen Sensibilität des Energiesektors gegenüber globalen Störungen.
