Autofahrer in Bosnien-Herzegowina müssen diese Woche an den Tankstellen mit höheren Preisen rechnen.

Die Preise für Erdölderivate in Bosnien-Herzegowina steigen weiter. Nach Einschätzungen aus dem Mineralölsektor könnte sich der Liter Kraftstoff in dieser Woche um rund 10 Fening verteuern.

Đorđe Savić, Vorsitzender der Gruppierung für den Handel mit Erdöl und Erdölderivaten bei der Wirtschaftskammer der Republika Srpska, warnte, dass der Aufwärtstrend bei den Preisen bereits seit dem 26. Juni anhält. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung des Dieselpreises – des Kraftstoffs, der den Großteil des Gesamtverbrauchs im Land ausmacht.

„Seit dem 26. Juni verzeichnen wir einen ununterbrochenen Preisanstieg. Diesel, der etwa 80 Prozent des Gesamtverbrauchs abdeckt, ist bei zehn von elf veröffentlichten Notierungen teurer geworden“, erklärte Savić gegenüber RTRS.

Nach seinen Worten wird sich ein vollständigeres Bild der Marktlage erst in etwa zehn Tagen abzeichnen, doch die bisherigen Indikatoren stimmen nicht optimistisch. „Die endgültige Bilanz können wir in rund zehn Tagen ziehen, aber die Richtung ist leider klar – die Preise steigen“, betonte er.

Was die Versorgung betrifft, beruhigte Savić die Öffentlichkeit: Derzeit gebe es genügend Kraftstoffe auf dem Markt und keinen Grund zur Panik. Dennoch wies er auf ein Risiko hin. „Die Vorräte reichen vorerst aus, aber unsere Lagerkapazitäten sind begrenzt, und wir können nicht vorhersagen, wie es mit neuen Lieferungen weitergeht. Ein Problem könnte nur bei einer längeren Schließung der Straße von Hormus entstehen“, erläuterte er.

Energieanalysten fügen hinzu, dass eine mögliche Verschärfung der geopolitischen Lage die Energiepreise an den Weltbörsen zusätzlich in die Höhe treiben könnte – ein Schock, der unweigerlich auch den Markt in Bosnien-Herzegowina treffen würde.

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