Regierung gibt neue Kraftstoffpreise bekannt — Erhöhung ab morgen

Die kroatische Regierung von Ministerpräsident Andrej Plenković hat heute ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem sie Bürger und Wirtschaft vor dem zunehmend spürbaren Anstieg der Energiepreise schützen will. Der neue Kraftstoffpreiskatalog tritt bereits morgen in Kraft — der Ministerpräsident gab dies gleich zu Beginn der Kabinettssitzung bekannt.

Was wird Kraftstoff kosten?

Nach den neuen Preisen wird Eurodiesel an den Tankstellen 1,73 Euro pro Liter kosten — ein Anstieg von 18 Cent gegenüber dem bisherigen Preis. Eurosuper steigt auf 1,62 Euro, was einem Plus von 12 Cent entspricht. Am stärksten verteuert sich der blaue Diesel mit einem Aufschlag von 30 Cent auf nunmehr 1,19 Euro.

Beim Flüssiggas (LPG) steigt der Preis für Tankbefüllung auf 1,99 Euro (+29 Cent), während LPG in Flaschen 2,57 Euro kosten wird — ein Anstieg um 17 Cent.

Die Regierung betont, dass sie mit den Maßnahmen den Marktdruck teilweise abfedert, der durch die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und globale Störungen auf dem Ölmarkt entstanden ist. Ohne staatliche Eingriffe wären die Preise laut Marktprognosen noch höher — dennoch handelt es sich um eine spürbare Verteuerung, mit der sich die Verbraucher auseinandersetzen müssen.

Wie werden Kraftstoffpreise in Kroatien gebildet?

Die Kraftstoffpreise in Kroatien sind nicht ausschließlich dem freien Markt überlassen — die Regierung hat die Befugnis, in den Einzelhandel einzugreifen und Höchstpreise festzusetzen, wenn sie dies für notwendig erachtet. Der Endpreis an der Zapfsäule setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Einkaufspreis für Rohöl auf dem Weltmarkt, den Kosten für Verarbeitung und Vertrieb, den Handelsspannen sowie Steuern — insbesondere Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer, die einen erheblichen Anteil am Gesamtpreis ausmachen.

Da Öl in Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar die heimischen Preise. Wenn der Ölpreis an den Weltbörsen steigt oder der Dollar erstarkt, schlägt sich das fast unweigerlich in höheren Preisen an der Tankstelle nieder. Die kroatische Regierung greift gelegentlich auf Mechanismen zur Begrenzung von Gewinnspannen oder zur Senkung von Verbrauchssteuern zurück, um die Kaufkraft der Bürger zu schützen — doch solche Maßnahmen haben fiskalische Grenzen und können globale Energiepreisschocks nicht vollständig neutralisieren.


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