Kraftstoffpreise: Österreich verschärft die Beschränkungen für Tankstellen

Österreich gilt in Deutschland als Vorbild für strengere Spritpreisregelungen. Nun verschärft das Nachbarland seine Anforderungen erneut.

Österreichs Tankstellen dürfen Kraftstoffpreise künftig höchstens dreimal pro Woche erhöhen – statt wie bisher einmal täglich. Diese neue Regel gab Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer als Maßnahme gegen die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Preise bekannt. Preissenkungen bleiben weiterhin jederzeit möglich.

Seit Kriegsbeginn sind die Benzinpreise in Österreich um rund 14 Prozent gestiegen, die Dieselpreise sogar um 25 Prozent. „Unser Ziel ist es, extreme Preissprünge zu dämpfen und stabilisierende Preissignale zu setzen, damit internationale Krisen nicht eins zu eins an den Zapfsäulen ankommen“, sagte der konservative Minister (ÖVP). Er kündigte zudem die Freigabe nationaler Ölreserven an.

Deutschland übernimmt bisherige österreichische Spritpreisregel

Die deutsche Bundesregierung will die bisher geltende österreichische Regelung übernehmen. Tankstellen in Deutschland sollen künftig die Preise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in Berlin.

Französischer Ölkonzern deckelt Preise

Der französische Energiekonzern TotalEnergies begrenzt angesichts der „außergewöhnlichen Marktvolatilität“ die Kraftstoffpreise an seinen Tankstellen in Frankreich. Ab dem 13. März gilt für Benzin eine Preisobergrenze von 1,99 Euro pro Liter, Diesel wird auf 2,09 Euro gedeckelt. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Ende des Monats. TotalEnergies betreibt rund 3.500 Tankstellen in Frankreich und ist damit der größte Anbieter.

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